Arbeit, Unterhaltung, Sucht – all das kann YouTube sein.
Wenn Sie Kinder im Alter von sieben bis siebzehn Jahren fragen würden, was YouTube ist, würden Sie kein einziges finden, das Ihnen sagen würde, dass es nicht weiß, wovon Sie sprechen. Kurz gesagt: Dieses soziale Netzwerk kann von absolut jedem genutzt werden. Es gibt keine Altersbeschränkung, lediglich Videos mit verschiedenen ungeeigneten Inhalten, die Kinder nicht sehen sollten. Hier findet man Videos, die Modetrends, Beauty-Tipps, Rezepte, Anleitungen, Computerspiele und vieles mehr zeigen. Sie sind gerade deshalb so beliebt, weil sie durch ihren Inhalt und ihre Aufmachung ansprechen, denn die Person, die diese Videos dreht (der sogenannte YouTuber), versucht, durch die Originalität ihrer Videos möglichst viele Zuschauer zu gewinnen. Den YouTube-Nutzern stehen somit unzählige kreativ gestaltete Videos zur Verfügung.

Kann man damit Geld verdienen?
Ja, das geht, und zwar recht gut. Deine finanzielle Vergütung richtet sich nach der Anzahl der Abonnenten und der Aufrufe jedes einzelnen Videos. Je bekannter du bist, desto mehr Geld verdienst du natürlich. YouTuber werden dann von verschiedenen Firmen engagiert, um für deren Produkte zu werben. So ging es beispielsweise die Firma Bubble Tea an, die eine der berühmtesten tschechischen YouTuberinnen, Tereza Hodanová alias Teri Blitzen, bezahlte. Sie beendete diese Zusammenarbeit, als sie herausfand, dass die Produkte (Tees) aufwendig chemisch behandelt und zudem krebserregend sind. Warum machen Firmen das überhaupt? Die Antwort ist klar. Die junge Generation schaut heute kaum noch fern. Was sie sich ansieht, sind eben Videos. Kinder sind sehr leicht zu beeinflussen und betrachten YouTuber als ihre Vorbilder; sie werden also das kaufen, was diese bewerben und selbst kaufen.

Wie geht es weiter?
Die meisten YouTuber haben bereits erkannt, dass sie einen großen Einfluss auf viele kleine Kinder haben, und versuchen daher, in ihren Beiträgen vor allem Selbstliebe, Respekt und Demut zu vermitteln. Sie versuchen, etwas Sinnvolles zu vermitteln. Genau das hat vor einem Jahr Teri Blitzen getan, die nach dem Skandal um krebserregende Produkte eine neue Kampagne namens „Selflove“ ins Leben gerufen hat.
